05.09.2011

Ein neuer Charleville-Champion

Zisco

Zisco von Charleville erfüllte auf der Ausstellung am 4.9.2011 auf dem Possen die Anforderungen für den Klubchampion.

Auch unsere Nachwuchshündin Ronja v. Falkenberger Eck bekam an beiden Ausstellungstagen ihr CAC

                              

Historie

Die Highlands von Schottland

Ursprung der Rasse

In den Highlands und auf den Inseln Schottlands hielten sich die Menschen schon vor Jahrhunderten Terrier, als Arbeitsmeuten für Farmer und Wildhüter oder als Jagdmeuten für den Adel.

Der West Highland White Terrier ist ein Nachfahre alter schottischer Jagdterrier, die Clans in Schottland hielten sich Meuten von Terriern in unterschiedlichen Farbschlägen.
Unter den cairnartigen Terriern gab es immer wieder sandgelbe bis weiße Würfe. Von den meisten Menschen dieser Zeit wurden sie jedoch nicht sehr geschätzt, es wurden ihnen die Fähigkeiten eines Arbeits- und Jagdhundes abgesprochen.
Die weißen Terrier fanden nicht selten einen schnellen Tod durch den Menschen.

Zu den wichtigsten Ahnen der West Highland White Terrier zählen folgende Zuchtlinien:

  • die Poltalloch Terrier von Colonel Edward Donald Malcolm, Laird of Poltalloch
  • die White Skye Terrier von Duke of Argyll (Roseneath Terrier)
  • die White Scottish Terrier von Dr. Flaxman
  • Colonal Malcolm of Poltalloch

    Die Terrier des Colonel Malcolm

    Colonel Malcolm hat mit seiner Terrierzucht sicher die bedeutendste Grundlage für die Entwicklung des West Highland White Terriers geschaffen.

     

    Er richtete sein Augenmerk bei der Zucht seiner Jagdmeute schon früh auf die Auslese cairnartiger Terrier mit möglichst heller Farbe.
    Es wird vermutet, daß Colonel Malcolm nach einem Jagdunfall, bei dem er einen seiner rotbraunen Terrier mit einem Fuchs verwechselte und erschoß, den Entschluß faßte, nur noch weiße Jagdhunde zu züchten.
    Der Colonel regte später an, die Rasse nicht nach ihm als Poltalloch Terrier zu bezeichnen, sondern ihnen den Namen West Highland White Terrier zu geben

     
 
Der Westie am Dachs

Vom Jagd- zum Ausstellungshund

Der Westie wurde als Arbeits- und Jagdhund gezüchtet.

Er besitzt eine bedeutende Schärfe auf Raubzeug und diente zur Jagd auf Füchse, Dachse und Fischotter oder er wurde von den Farmern zur Ratten- und Nagerbekämpfung gehalten. Als Meutehund besitzt er die Fähigkeit, sich friedlich in einer Gruppe unterzuordnen. Von diesen Eigenschaften hat der niedliche Westie bis heute nichts verloren.
Im Jahre 1904 wurde der West Highland White Terrier Club unter dem Duke of Argyll gegründet und im Jahre 1906 folgte die Gründung des West Highland White Terrier Club of England, dem die Countess of Aberdeen und später Colonel Malcolm vorstand.
Mit der Formulierung eines Rassestandards  waren die ersten Schritte zur Anerkennung des West Highland White Terriers als eigenständige Rasse getan.
Der Britische Kennel Club erkannte den West Highland White Terrier im Jahre 1907 als Rasse an.
Als erster Champion der Rasse machte der 1905 geworfene legendäre Rüde Ch. Morven von sich reden.

 
Der Westie beim Spiel

Der Westie als Modehund

Der Westie ist seit gut zwei Jahrzehnten ein richtiger Modehund.

Leider kann darin auch ein großer Nachteil für die Entwicklung der Rasse gesehen werden. Eine profitorientierte Zucht oder Vermehrung der Westies bringt Tiere hervor, die weder im Verhalten noch im Charakter dem Rassestandard entsprechen.
Aus diesem Grund sollte beim Kauf eines West Highland White Terriers auf die sorgfältige Wahl des Züchters geachtet werden.